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Ambulanz für Fettstoffwechselstörungen und Apherese

Für Patienten mit schweren Fettstoffwechselstörungen bietet das Zentrum eine Spezialsprechstunde an, dessen Schwerpunkt Diagnose, Therapie und Prävention ist.

Erhöhte Cholesterinspiegel führen zu der so genannten Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), in deren Verlauf es zu Fettablagerungen in den arteriellen Gefäßen kommt. Der Blutstrom wird nach und nach eingeengt, letztlich kann es zu einem totalen Gefäßverschluss kommen. Betroffen sind vor allem die Koronararterien (Herzkranzgefäße), die Gefäße von Kopf/Hals sowie die der Beckenbeinstrombahn. Ein Befall dieser Gefäße kann daher zur Schaufensterkrankheit (p AVK), zu einem Schlaganfall (Apoplex) oder einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) mit dauerhaften körperlichen Schäden oder auch tödlichem Ausgang führen. Parallel können auch zwei oder alle drei dieser Blutstromgebiete befallen sein.

Grundlage der Therapie ist zunächst eine Optimierung des Risikoprofils (Körpergewicht, Sport, Aufgabe des Rauchens, Blutdruck…). Parallel ist zumeist der Einsatz von fett-senkenden Medikamente (Lipidsenkern) erforderlich. In den allermeisten Fällen kann damit die Fettstoffwechselstörung ausreichend behandelt werden.

In seltenen Fällen z.B. bei einer vererbten Fettstoffwechselstörung (Hyper-Lipoproteinämie (a)=Lp(a), familiäre Hypercholesterinämie=FH) oder bei erheblichen Nebenwirkungen der Medikamente kann eine spezielle Form der Blut-Fettwäsche (Lipid-Apherese, Apherese: gr. ἀφαιρέιν „wegnehmen“, aus dem Blut entfernen) erforderlich werden. Im Rahmen dieser zumeist wöchentlichen Behandlung wird das krankmachende Fett über eine Behandlungsdauer von 2-3 Stunden dem Körper entzogen. Die Behandlung ähnelt der klassischen Blutwäsche. Sie wird ambulant in unserem Zentrum durchgeführt. Die Behandlung ist schmerzfrei, die körperliche Belastbarkeit wird durch die Behandlung selber nicht beeinträchtigt. Da bei der Behandlung zwar das Blutfett gesenkt aber die Erkrankung nicht beseitigt werden kann, muss die Behandlung lebenslang durchgeführt werden. (Die Kosten werden von der Krankenkasse getragen.)

Bereits während der Behandlung steigt die Durchblutung in den befallenen Gefäßbahnen. Kopf, Herz und Beine werden wieder besser durchblutet. Die Fett-Einlagerungen werden langsam abgebaut. Der Patient selber verspürt oft schon nach wenigen Wochen eine bessere Belastbarkeit. Nach und nach sinkt die Krankheitsaktivität. Mit Einsetzen der Apherese-Behandlung nimmt sofort die Zahl von Schlaganfällen, Herzinfarkten oder Gefäßverschlüssen der Beine rapide ab. Nach Ablauf des 1. Jahres treten in aller Regel keine weiteren Ereignisse auf. Die oft lebensbedrohliche Erkrankung kommt unter Therapie zum Stillstand. Die geschädigten Gefäße erholen sich mit der Zeit. Gesundheitszustand verbessert sich. Die Lebenserwartung wird deutlich verlängert.

Ihre Ärztin für Fettstoffwechselstörungen und Apherese in Bremerhaven